Hannemann in Südafrika - Hannemann's Reisetagebuch Teil 2

Das Zimmer, das Katy und ich bekommen ist sehr schön groß und wir fühlen uns gleich wohl. Der Blick aus dem Fenster ist leider nicht auf den Tafelberg, aber von hier schaut man auf den Trubel der Millionenstadt Kapstadt, sozusagen mitten ins Gewühl.

Wir inspizieren das Hotel ein wenig und treffen uns dann oben am Pool. Dieser ist leider viel zu klein zum Schwimmen oder Bahnen ziehen, und dazu so lausig kalt, dass man ihn so wie nach dem Saunagang eher als Tauchbecken benutzen kann. Na, wir haben dennoch eine gute Zeit und viel Spaß, schlafen und lesen und überlegen, wie wir den Abend gestalten. Katy muss ja am nächsten Morgen als einzige von allen drehen, und sie wird um 5.30h abgeholt. Puh...also ich weiß ja noch nicht, ob ich mit ans Set fahre. Ist mir eigentlich zu früh. Na ja, mal sehen.

Am Abend gehts in ein sehr nettes Restaurant, aber mittlerweile haben wir so viel gegessen, dass wir eigentlich nur noch einen Drink nehmen und dann im Dunkeln zum Hotel laufen. Das soll man ja eigentlich nicht, und das wird auch das erste und letzte mal sein, dass wir das tun. Uns passiert zwar nichts, aber man merkt, dass das nicht ganz "ohne" ist allein schon daran, dass wir, bis auf ein paar düstere Gestalten, doch die einzigen auf der Strasse zu sein scheinen. Unser Hotel ist ja nur 500 Meter vom Restaurantentfernt, deshalb ist es einem fast peinlich, für so eine Strecke ein Taxi zu nehmen. Ein Berliner Taxifahrer hätte uns wahrscheinlich die kurze Strecke lang nur angemeckert.
Im Hotel angekommen atmen wir doch ein klein wenig durch und setzten uns noch auf eine Zigarette in die Bar. "Don`t move the furnature", steht dort auf einem Verbotsschild. Lars lacht und rückt den Sessel an den Tisch, was den entnervten Barmann sofort zu uns schweben lässt und uns eine Schimpftirade einbringt. Es ist verboten, die Sessel zu bewegen! Basta. Ja, da sind sie sehr genau hier... und wir gehen ins Bett.Lustig..auf dem Weg dorthin kommen wir noch an afrikanischen Masken und an, man höre und staune, Tim und Struppi vorbei, die wohl auch grade hier im Hotel zu gast sind. Im Zimmer angekommen finden wir zum Glück Katy`s neue Abholzeit. 7.45h. Prima. Die Klimaanlage pfeift uns Wind um die Ohren, und bis wir sie endlich abgeschaltet bekommen haben, ist die Nacht auch schon fast vorbei.

Fortsetzung nächsten Montag!

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