Dschungel die Erste!

 

Abreise, Vorbereitung und erste Eindrücke!!!

 

Natürlich war es für viele von Euch ein dickes Ding, als Ihr der Presse entnehmen konntet, dass ich "scheinbar" in den Dschungel gehe und mich tatsächlich auf die Reise nach Australien, und dann auch noch ins Camp, einlasse. Kann ich verstehen, konnte ich aber nicht kommentieren.

Ich war ja selbst erstaunt, dass ich das mache und habe versucht, mich so gut wie möglich vorzubereiten, ohne öffentliches Interesse zu wecken, was mir natürlich nur teilweise gelungen ist :O).

Nichts desto trotz war ich fest entschlossen, dabei zu sein und ich bereue es überhaupt nicht. Ich ging mit einem guten Freund klettern und benahm mich dabei wie ein Kleinkind. Ganz ehrlich. Ich hatte schreckliche Angst, was er mir nicht so ganz abnahm, da ich ja sonst eher so wirke, als könne mich kein Wässerchen trüben. Aber "Höhe" trübte nunmal meine Sinne gewaltig und es war überhaupt kein Spass, mit mir in den Bergen von Mallorca herumzukraxeln.

Ich ließ mich dennoch nicht unterkriegen und versuchte mir vorzustellen, was mir alles dort drüben in Australien begegnen könnte und natürlich nahm ich Kontakt zu meiner Freundin Katja vom Filmtierhof auf, die mir zeigte, wie ich mich verhalten sollte, wenn ich es mit Schlangen z.B. zu tun bekäme.

Da ich keine riesige Angst vor Schlangen habe, aber eben auch nur gezähmten Tieren in meinem Leben begegnet bin, war auch das dennoch eine Herausforderung.

Guter Dinge übte ich mich in der Folgezeit im "unter Wasser die Luft anhalten", weil ich nicht wusste, ob ich eventuell nach verwunschenen "Sternen" zu tauchen hätte. Gott sei Dank ist mir diese Art von Prüfung erspart geblieben, denn ich hätte wohl nicht einen Stern ans Tageslicht befördert, so wenig Luft scheine ich in meinen Lungen halten zu können. Auch gute Tipps von Thomas, die er mir später im Camp gab, hätten wohl nichts genutzt, denn ich habe mit Tauchen ohne Sauerstoffflasche einfach nichts am Hut und eigne mich überhaupt nicht dazu.

Ich weihte meine engsten Freunde und meine Familie in mein Vorhaben ein und freue mich nach wie vor riesig, dass sie mich in allem so wunderbar unterstützt haben und nicht versuchten, mir meine Teilnahme auszureden.

Natürlich waren nicht alle einhellig der Meinung, dass das gut für mich sei, vor allem, dass es meinem Image vielleicht schaden könnte, aber ich hoffte insgeheim dass, wenn ich nur bei mir bliebe und aufrecht durch die Zeit gehen würde, mir eigentlich nicht viel an Imageschaden passieren könne.

Ich kenne mich ja nunmal sehr gut und weiss auch, wie ich in schwierigen Situationen reagiere. Natürlich fahre auch ich mal aus der Haut, wenn man mich verletzt, so wie es auch bei Sarah in der einen Nacht geschehen ist, aber ich erlange meist auch schnell wieder die Fassung, wie ich im Dschungel bewiesen habe und eigentlich bin ich auch nicht besonders nachtragend.

Somit waren die Voraussetzungen eigentlich ganz gut ud ich kann heute, im Nachhinein sagen, dass mir das Klettern sehr gut geholfen hat, auch wenn Ihr es leider im TV nicht sehen konntet, wie gut.

Auf meiner ersten Schatzsuche mit Thomas, es war am 3ten Tag im Dschungel, mussten wir in einer Höhe von ca 15-18 Metern einen Stern holen, der sich an einer Art schmalem Gerüßt befand. Thomas, ebenfalls mit Höhenangst "gesegnet" und ich hatten die Aufgabe, an einer Art Strickleiter, die unten am Boden relativ wackelig befestigt war und die nur Platz für uns beide nebeneinander bot, hochzukraxeln. Die Schwierigkeit dabei war, dass wir die Querverstrebungen, Ketten mit darauf rollenden Holzüberzügen, auf denen wir hochklettern mussten, sozusagen mitnehmen mussten, da drei davon beweglich waren und rechts und links dieser Leiter mit Karabinern in Ösen befestigt waren. Eine gute halbe Stunde brauchten wir, um diesen kraftraubenden Akt, mit einem von uns ausgeklügelten System, hinter uns zu bringen, bei dem wir unterwegs nach oben auch noch mit grünen Ameisen, die an den Längsstreben langliefen, malträtiert wurden und man hatte auch, um uns den Aufstieg zu erschweren, nicht an Vaseline gespart, die das Gestänge schön rutschig machten.

Glücklich und schwitzend erreichten Thomas und ich unser Ziel in für uns galaktischer Höhe und erkämpften uns damit Pfeffer und Salz für uns und unsere Campgenossen. 

Wenn man tagelang ungesalzenes Essen bekommt, ist das ein wahres Wunder und ein tolles Erlebnis für den Gaumen, über das sich alle sehr freuten. Nur Thomas war sehr enttäuscht, denn er hatte sich Schokolade gewünscht.

Aber, wir waren erfolgreich, wurden im Camp gefeiert und das war es, was zählte!!!!